"Könntest du das mal mit meinen Augen sehen!",
sagen wir wenn wir uns wünschen, jemand anderes könnte uns besser verstehen, besser nachvollziehen, was einen bewegt.
Die Welt durch die Augen eines anderen sehen - das bedeuetet, eine neue Sicht auf die Dinge zu erhaten.
Gott ist uns Menschen so nahe, weil er die Welt durch unsere Augen sah: an Karfreitag!
Alles Leid, allen Verrat, aller Spott, alle Gewalt: sie sind ihm nicht fremd. Er hat sie in Jesus durch unsere Augen selbst gesehen.
Alles Mitleid, alle Solidarität, alle Zuneigung, alle Liebe: sie sind ihm nicht fremd.Er hat sie in Jesus durch unsere Augen selbst gesehen.
Heute, an Ostern, lässt Gott uns die Welt durch seine Augen sehen. Auch wenn wir immernoch DURCH EINEN SPIEGEL schauen, sehen wir an diresem Ostermorgen, dass das Leben WEITER GEHT!
Sonntag, 8. April 2012
Samstag, 7. April 2012
Karsamstag
Lied am Grabe
Niemand weiss, wie lange werden wir noch sein,
morgen oder heute holt der Tod uns ein.
Keiner kann uns helfen, jeder stirbt allein,
und es bleibt am Ende nur ein Grab, ein Stein.
Alle unsre Namen wird der Wind verweh'n,
oder ruft uns einer, dass wir fort besteh'n?
Kann es sein, dass Gott uns einst vom Tod befreit
und in Freude wandelt alles Menschenleid?
Ob wir dann wie Kinder vor dem Vater stehn
und mit neuen Augen seine Wunder sehn?
Werden wir dann hören, wie die Schöpfung singt,
wie das Lied der Sterne und der Blumen klingt?
Eine neue Erde, wie soll das gescheh'n,
dass wir unsre Lieben einmal wieder sehn?
Oder sind das Träume, die wir uns erdacht?
Wer von uns ist jemals aus dem Tod erwacht?
Wer wälzt von dem Grabe uns den schweren Stein?
Wer kann, wenn wir tot sind, uns vom Tod befreien?
Einen sah ich sterbend in das Leben gehen,
und ich will ihm glauben, dass wir auferstehen.
(Lothar Zenetti)
Freitag, 6. April 2012
Karfreitag
Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. 34 Und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken
ohne uns zu erreichen
sind wie die Äste der Bäume im Winter.
Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt
und den Schritt den der Fuß
noch nicht gegangen ist aber gehen wird.
Stehenbleiben und sich Umdrehn
hilft nicht. Es muss
gegangen sein.
(Hilde Domin)
Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken
ohne uns zu erreichen
sind wie die Äste der Bäume im Winter.
Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt
und den Schritt den der Fuß
noch nicht gegangen ist aber gehen wird.
Stehenbleiben und sich Umdrehn
hilft nicht. Es muss
gegangen sein.
(Hilde Domin)
Donnerstag, 5. April 2012
Gründonnerstag
41 Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den Sündern ausgeliefert. 42 Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter, der mich ausliefert, ist da.
Barmherziger, befreiender Gott, du kennst unsere Grenzen, Schwachstellen und Ängste und du weißt, wie sehr sie uns gefangen halten. Richte uns durch deinen Sohn, der Leiden und Kreuz auf sich genommen hat, wieder auf und schenke uns neues Leben. Darum bitte wir durch ihn, Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und Leben schenkt in Ewigkeit.
Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.
Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehn in verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.
Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,
und vergibt ihnen beiden.
(Dietrich Bonhoeffer)
Barmherziger, befreiender Gott, du kennst unsere Grenzen, Schwachstellen und Ängste und du weißt, wie sehr sie uns gefangen halten. Richte uns durch deinen Sohn, der Leiden und Kreuz auf sich genommen hat, wieder auf und schenke uns neues Leben. Darum bitte wir durch ihn, Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und Leben schenkt in Ewigkeit.
Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.
Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehn in verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.
Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,
und vergibt ihnen beiden.
(Dietrich Bonhoeffer)
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