Montag, 27. Februar 2012

Fastenzeit! Freizeit? Freie Zeit!



12 Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste.
13 Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.  
14 Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes  
15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!  




Jesus weiß wovon er spricht!

40 Tage Wüste? Klingt nicht nach Erholungsurlaub! Viel zu heiß, Unmengen Sand, wenig Wasser und schier endlose freie Zeit.
Aber diese Zeit ist nicht der Zwischenraum zwischen zwei Terminen;
sondern wirkliche freie Zeit!
Da muss ich mich doch fragen: Wann hatte ich eigentlich das letzte mal wirkliche freie Zeit für mich, für meine Gedanken, zum Spiegeln meines Lebens?

Jesus wird vom Geist in die Wüste getrieben. 40 Tage in denen er versucht wird und sich auch selbst prüfen kann.
Wir bekommen auch Zeit – 40 Tage vor Ostern.
Wie Jesus können wir diese Wochen, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden nutzen, uns einen Spiegel vorhalten und uns mit unserem Glauben auseinander setzten.
In dem Wort „Versuchung“ erkennen wir das Wort „Suche“. Die Suche nach dem richtigen Weg stellt für uns eine Herausforderung dar. Auch heute zeigt sich der „Satan“, die Versuchung in unserem Alltag auf ganz verschiedene Weise. Wenn wir ihn erkennen, haben wir die Möglichkeit und die Freiheit uns auf das zu besinnen, zu dem Jesus uns im Evangelium einlädt:
„Das Reich Gottes ist nahe – Kehrt um, und glaub an das Evangelium!“

Nimm dir also die geschenkte freie Zeit, schau in den Spiegel deines Lebens und mach dich auf die Suche nach dem richtigen Weg!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Fasten heißt: "Mehr davon!"

Im Mätthäus-Evangelium wird uns auch ein Spiegel vorgehalten:

1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
16 Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 17 Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, 18 damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
(Mt 6,1;16-18)


Macht kein Finsteres Gesicht! Stell dich nicht zur Schau, nur um anderen zu beweisen, wie toll du bist. Ja - damals war es angesehen, wenn jemand fastete und Gott damit in besonderer Weise diente. Wenn andere darauf aufmerksam wurden, wuchs sein Ansehen bei den anderen.

Was ist „modernes Fasten“? Womit steigen wir bei anderen unser Ansehen? Durch den Verzicht auf etwas?

Womit stellen wir uns anderen zur Schau – womit prahlen wir, geben an, …?
Und: Könnten wir darauf verzichten, andere darauf aufmerksam zu machen?

Eigentlich gilt das Fasten der Beziehung zu Gott – nicht zu den Menschen! Mach also kein finsteres Gesicht – stell dich nicht vor Anderen zur Schau.

Deine Beziehung zu Gott steht beim Fasten im Mittelpunkt! Vielleicht heißt es deshalb heutzutage nicht auf etwas zu verzichten – sondern etwas zu Steigern. Die Beziehung zu Gott beispielsweise. "Mehr davon!"

Montag, 20. Februar 2012

Wie durch einen Spiegel...

12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.  


(Aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (13,12f)


Paulus hält uns den Spiegel vor. Schaut, sagt er, was seht ihr? Wie nehmt ihr die Wirklichkeit, das was Gott ist, wahr? Nur schemenhafte Umrisse. Noch könnt ihr nichts deutlich sehen!
Die Fastenzeit hilft dabei, den Blick zu schärfen: Durch sie können wir uns auf´s Wesentliche, auf das Wirkliche, das was Gott ist, konzentrieren.
In den kommenden Wochen der österlichen Bußzeit, der Fastenzeit, den 40 Tagen vor Ostern, laden wir dich ein, ab und an hier reinzuschauen - wie in einen Spiegel.
Vielleicht siehts du dich.
Oder etwas anderes?