Mittwoch, 22. Februar 2012

Fasten heißt: "Mehr davon!"

Im Mätthäus-Evangelium wird uns auch ein Spiegel vorgehalten:

1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
16 Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 17 Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, 18 damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
(Mt 6,1;16-18)


Macht kein Finsteres Gesicht! Stell dich nicht zur Schau, nur um anderen zu beweisen, wie toll du bist. Ja - damals war es angesehen, wenn jemand fastete und Gott damit in besonderer Weise diente. Wenn andere darauf aufmerksam wurden, wuchs sein Ansehen bei den anderen.

Was ist „modernes Fasten“? Womit steigen wir bei anderen unser Ansehen? Durch den Verzicht auf etwas?

Womit stellen wir uns anderen zur Schau – womit prahlen wir, geben an, …?
Und: Könnten wir darauf verzichten, andere darauf aufmerksam zu machen?

Eigentlich gilt das Fasten der Beziehung zu Gott – nicht zu den Menschen! Mach also kein finsteres Gesicht – stell dich nicht vor Anderen zur Schau.

Deine Beziehung zu Gott steht beim Fasten im Mittelpunkt! Vielleicht heißt es deshalb heutzutage nicht auf etwas zu verzichten – sondern etwas zu Steigern. Die Beziehung zu Gott beispielsweise. "Mehr davon!"

1 Kommentar:

  1. Viel, viel schöner als die Botschaft von Deinem Chef - Danke und bis morgen!

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